Ein Asthmaanfall kann plötzlich kommen, dich ersticken fühlen und Angst auslösen. Der Schlüssel ist, schnell zu handeln, bevor die Situation schlimmer wird. Hier zeigen wir dir in einfachen Schritten, was du tun solltest, wenn du merkst, dass dein Atem schwerer wird.
1. Ruhig bleiben – Panik verstärkt das Atemgeräusch. Setz dich hin, atme langsam durch die Nase und versuche, dich zu entspannen.
2. Inhalator nutzen – Greif zu deinem Notfall‑Inhalator (z. B. Salbutamol). Setz das Gerät richtig an, atme tief ein und halte den Atem kurz an, dann atme langsam aus. Wiederhole das bis zu vier Mal, je nach Anweisung deines Arztes.
3. Falls ein Spacer vorhanden ist, setz ihn zwischen Inhalator und Mund. Das erhöht die Menge des Wirkstoffs, die in deine Lunge gelangt.
4. Wenn du ein orales Kortikosteroid hast (z. B. Prednisolon‑Tabletten), nimm die empfohlene Dosis sofort ein. Das kann Entzündungen reduzieren, wenn der Inhalator nicht ausreicht.
5. Kontrolliere deine Umgebung. Entferne mögliche Auslöser wie Rauch, Staub oder Tierhaare. Öffne ein Fenster für frische Luft, aber vermeide kalte Zugluft.
6. Wenn die Symptome nach 10–15 Minuten nicht besser werden, ruf den Notruf (112) oder bitte jemanden, dich zu begleiten. Zu langen Anstieg kann gefährlich werden.
Ein Notfall-Inhalator ist kein Ersatz für deine tägliche Therapie. Regelmäßige Kontrolle deiner Medikamente, wie ein langwirksamer Bronchodilatator (z. B. Formoterol) und ein inhalatives Kortikosteroid (z. B. Budesonid), hält die Atemwege offen und reduziert Entzündungen.
Führe ein Asthma‑Tagebuch. Notiere, wann ein Anfall kommt, welche Auslöser aß du (Staub, Pollen, Kälte) und welche Medikamente du genommen hast. Dein Arzt kann daraus die Therapie anpassen.
Bleib fit, aber überanstrenge dich nicht. Leichte Bewegung stärkt die Lunge, doch bei hoher Belastung solltest du vorher deinen Inhalator bereit haben.
Im Alltag hilft es, das Haus staubfrei zu halten, Luftbefeuchter zu nutzen und Raucherbereiche komplett zu meiden. Wenn du Allergien hast, sprich mit deinem Arzt über Antihistaminika oder Immuntherapie.
Denke daran, dass Asthma jederzeit wieder auftreten kann. Deshalb sollte dein Notfallplan immer aktuell sein und alle Familienmitglieder wissen, wie sie helfen können.
Zusammengefasst: Bei einem akuten Asthmaanfall sofort inhalieren, Ruhe bewahren und bei fehlender Besserung Hilfe rufen. Langfristig deine Medikamente regelmäßig nehmen, Auslöser meiden und ein Tagebuch führen. So bist du gut vorbereitet und kannst das Risiko für schwere Anfälle deutlich senken.
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